Zukunftsinvestition Digitalisierung: Das Milliardenpaket stellt vor allem für den ländlichen Raum eine große Chance dar.

Die Bundesregierung präsentierte gestern einen Zuschuss von 1,4 Milliarden Euro: Bis 2026 soll die digitale Infrastruktur in Österreich ausgebaut werden. Diese Investition ist vor allem für die Gemeinden in Österreich eine Bereicherung. Denn die Corona-Krise hat vor allem im ländlichen Raum aufgezeigt, wie wichtig schnelles und leistungsfähiges Internet ist.

Home-Office und Home-Schooling erfordern leistungsstarkes Internet

„Obwohl in den letzten Jahren in vielen Regionen schon einiges passiert ist, haben wir bei den Glasfaseranschlüssen bis ins Haus noch immer Aufholbedarf“, betont Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl. Seit Jahren macht der österreichische Gemeindebund darauf aufmerksam, wie groß die Schere der Versorgung mit schnellem Internet zwischen Stadt und Land ist. Demzufolge ist es umso wichtiger, dass der finanzielle Zuschuss direkt in den flächendeckenden Breitbandausbau fließt, um gleichwertige Lebensbedingungen für alle Menschen in ganz Österreich zu schaffen.
Im Endeffekt gibt es keine Nachteile bei dieser Investition, sondern lediglich nur Vorteile. Neue Arbeitsplätze, neue Möglichkeiten im Bereich Bildung und Gesundheitswesen und vor allem das Verhindern von Abwanderung, die im ländlichen Raum ein starkes Problem darstellt.
Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist das „das größte Budget in der Geschichte des Landes für diese Investition.“ Dabei stammen 891 Millionen Euro aus dem von Österreich beantragten Resilienzfonds der EU, 187 Mio. Euro sind Erlöse der Frequenzvergaben aus dem Jahr 2019 und 202 Millionen sind aus dem Jahr 2020. 166 Mio. Euro werden vom aktuellen Budget der österreichischen Bundesregierung entnommen.

Festnetz-Breitbandanschlüsse, die schneller als 30 Mbit sind, liegen österreichweit bei 89 Prozent

Ursprünglich hatte sich Österreich zum Ziel gesetzt bis Ende 2020 alle Haushalte flächendeckend mit schnellem Internet von 100 Mbit/s zu versorgen. Derzeit liegt die Grundversorgung mit Festnetz-Breitbandanschlüssen, die schneller als 30 Mbit sind, bei 89 Prozent. Gigabitfähige Anschlüsse, die schneller als 1000 Mbit sind, sind aktuell für 43 Prozent der Haushalte verfügbar. Anfang Jänner 2021 waren es noch 38 Prozent.
Die 1,4 Milliarden Euro werden voraussichtlich bis 2026 reichen. Der Ausbau mit gigabit-fähigen Anschlüssen soll bis 2030 erfolgen.

Informationen über den Österreichischen Gemeindebund:

Der Österreichische Gemeindebund ist seit 1947 die kommunale Interessensvertretung von 2.084 der insgesamt 2.095 österreichischen Gemeinden und Städte auf Bundesebene und repräsentiert damit insgesamt rund 70 Prozent der österreichischen Bevölkerung.

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