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Breitbandnetze als digitale Lebensadern

Die A1 Telekom Austria Group ist maßgeblich an der Digitalisierung Österreichs beteiligt und befindet sich selbst im Wandel vom klassischen Telekombetreiber zu einem digitalen Dienstleister. Wir haben mit CEO Thomas Arnoldner über Österreichs Weg in die digitale Zukunft gesprochen


Das erste Handy kam vor rund 30 Jahren auf den Markt. Seither hat sich technologisch unglaublich viel getan. Wie wird die Branche in 
30 Jahren, also 2050, aussehen? Was sind die Trends?

Wir sind gerade mitten drin in der Digitalisierung. Als Telekommunikations und IT-Konzern stehen wir im Epizentrum dieser Entwicklung und gestalten den Weg in die digitale Zukunft maßgeblich mit. Unsere Breitbandnetze sind die Lebensadern für die Transformation. 

Früher ging es darum, Menschen mit Menschen zu verbinden, heute sind es Menschen mit Geräten oder Maschinen untereinander.

Cloud Computing, Artificial Intelligence, Industrie 4.0. und das Internet der Dinge (IoT) sind ohne sie nicht möglich. Hier werden viele Anwendungen und Services entstehen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Auch wir selbst als Unternehmen befinden uns in einem Veränderungsprozess vom klassischen Telekombetreiber zu einem digitalen Dienstleister. Früher ging es darum, Menschen mit Menschen zu verbinden, heute sind es Menschen mit Geräten oder Maschinen untereinander. Das Internet der Dinge ist daher für unsere Wirtschaft in den kommenden Jahren ein wesentliches Wachstumssegment: 2020 werden weltweit 20 Mrd. Geräte miteinander kommunizieren, 80 Mio. alleine in Österreich. Es gibt heute schon viele spannende Anwendungen, etwa im Bereich Smart Home oder Smart City. Vieles funktioniert schon heute, aber für Anwendungen, die in Echtzeit funktionieren müssen, beispielsweise in der Industrie oder beim autonomen Fahren, ist 5G das Maß aller Dinge.


5G ist ein Thema, das für Wirtschaft, Industrie und Konsumenten gleichermaßen wichtig wird. Was wird dann alles möglich werden? Welche 
Services und Bereiche könnten das konkret sein?

Ein Bereich, in dem wir alle als Endkunden profitieren werden ist der vernetzte Straßenverkehr. Wenn Fahrzeuge mit Ampelsystemen und Sicherheitssystemen vernetzt sind, dann bedeutet das einen enormen Sicherheitsgewinn im städtischen Verkehr für alle. Die Qualitätssicherung in der Industrie kann zum Beispiel in Zukunft mit Hilfe von 5G und Augmented Reality deutlich optimiert werden, Abnahmeverfahren werden schneller, effizienter und fehlerfrei.

5G das Maß aller Dinge.



Wie entwickeln Sie Produkte für die digitale Zukunft? Arbeiten Sie mit Partnern – z.B. Start-Ups – zusammen?

Ziel ist es, Abläufe, Services und den Alltag einfacher, intelligenter und smarter zu machen. Die Menschen müssen den Vorteil erkennen, nur dann setzt sich eine Innovation durch. Neben der internen Produktentwicklungsabteilung, der Zusammenarbeit mit großen Herstellern oder Zulieferern sowie Universitäten setzen wir auf zwei interessante Konzepte: zum einen Innovation von innen durch ein Intrapreneurship-Programm namens „Empowering Ideas“ und zum anderen Innovation von außen durch die Zusammenarbeit mit Start-Ups. Wir fokussieren uns dabei auf Ideen, die an unser Kerngeschäft andocken wie z.B. adscanner, der die Nutzung von TV-Werbung auf Basis des A1 TV-Signals auswertet oder Parkbob, der in unsere Handyparken-Lösung integriert ist. Daraus entsteht eine win-win-Situation für beide Partner – das Beste aus beiden Welten. Denn die Start-ups können auf die Vertriebskraft eines großen Konzerns zurückgreifen und wir profitieren von der Lösung und der schnellen Umsetzung.

Eine Herausforderung bei der Entwicklung innovativer Produkte und Services sind die passenden Rahmenbedingungen. Diese brauchen wir um gegenüber internationalen Wettbewerbern eine faire Chance zu haben. Das betrifft etwa die europäische Steuergesetzgebung, Datenschutzbestimmungen und regulatorische Vorgaben.

Ziel ist es, Abläufe, Services und den Alltag einfacher, intelligenter und smarter zu machen.


Digitalizing the last mile in mobility: www.parkbob.com


Ist Österreich gut für die digitale Zukunft vorbereitet?

Darüber wird aktuell viel diskutiert. Mir ist wichtig, dass wir bei der Digitalisierung vom Reden ins Tun kommen, um die Potenziale auch auf die Straße zu bringen. Ein internationaler Spitzenplatz bei der Digitalisierung ist wichtig für Österreichs Position im internationalen Wettbewerb. So können Arbeitsplätze geschaffen und Wertschöpfung gesichert werden. Wir arbeiten intensiv daran um Österreichs Wirtschaft und Konsumenten zu unterstützen, aber es erfordert einen Schulterschluss von Industrie, Telekom-Sektor, aber auch der öffentlichen Hand. 5G wird zum Beispiel eine zentrale Rolle spielen, ein schneller Ausbau ist daher standortrelevant. Damit können wir die Chancen der Digitalisierung für uns und unsere Kunden nutzen und den Wandel positiv gestalten.

Ein internationaler Spitzenplatz bei der Digitalisierung ist wichtig für Österreichs Position im internationalen Wettbewerb.

Der Breitbandatlas ist das zentrale Informationsmedium der Bundesregierung über die aktuelle Breitbandversorgungssituation in Österreich: 
www.breitbandatlas.info/

Mag. Thomas Arnoldner
CEO A1 Telekom Austria Group

A1 Telekom Austria Group
ist das größte Kommunikationsunternehmen Österreichs und verfügt über mehr als 24 Millionen Kunden in sieben Ländern.


Foto: A1 Telekom Austria Group / jeshoots.com / rawpixel / parkbob.com / breitbandatlas.info