Das Projekt SMART BLOCK Geblergasse in Wien zeigt vor, wie Altbaubestand besonders klimaneutral und gemeinschaftlich umgestaltet werden kann

Drängende Probleme rund um die Klimakrise sind die treibende Kraft für viele innovative Ideen und Projekte. Durch Studien und neue Technologien versuchen Länder, Städte sowie ganze Industrien weltweit den Erfordernissen der Energiewende gerecht zu werden.
Urbane Ballungsräume spielen hier eine zentrale Rolle, da sie für rund 80% des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind. Dabei stehen nicht nur Mobilität und Infrastruktur im Vordergrund, sondern auch Konzepte rund um das Thema Smart Living, die den neuen Anforderungen des Klimawandels standhalten sollen. Bei der Planung und Ausführung neuer urbaner Wohnmöglichkeiten ist die Integration einer nachhaltigeren Energieversorgung immer mehr in den Fokus gerückt, wodurch hervorragende Ergebnisse erzielt werden konnten. Doch besonders die Bestandssanierung im Altbau hat sich in den vergangenen Jahren als große Herausforderung erwiesen. Gezielte Förderungen des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) helfen, die Entwicklung in diesem Bereich voranzutreiben.

Klimafreundliche und ressourcenschonende Umstrukturierung

Wie alter Gebäudebestand klimafreundlich und ressourcenschonend umstrukturiert werden kann, zeigt das Projekt SMART BLOCK Geblergasse in Wien. Hierbei handelt es sich um ein dicht bebautes gründerzeitliches Baufeld im 17. Wiener Gemeindebezirk. Im Vorfeld wurde untersucht, welche liegenschaftsübergreifenden Energie- und Mobilitätsversorgungen die meiste CO2 Einsparung bringen und welche Vorteile ein gemeinsames Vorgehen innerhalb der Nachbarschaft mit sich bringt. Auch alternative Finanzierungslösungen, Kommunikation und lebensfreundliche Gestaltung durch innovative Begrünungs- und Freiraumkonzepte für die Bewohner*innen waren bei der Realisierung von großer Bedeutung. Im August 2018 wurde mit den ersten Maßnahmen zur Umsetzung des Projekts gestartet.

Anergienetze auch für großflächige Wärmeversorgung

Ein weiteres Ziel des SMART BLOCKS Geblergasse war die Integration von praxiserprobten Technologien, Dienstleistungen und Modellen, die bereits im städtischen Umfeld angewandt werden. Zwei Gebäude wurden hierfür mit Erdsonden und Hybridsolarkollektoren ausgestattet und ein Anergienetz errichtet, das bereits Leitungsverbindungen und einen schrittweisen Ausbau des Netzes im Häuserblock vorsieht. Gezeigt hat das Projekt, dass der Einbau einer zentralen Heizanlage der erste Schritt ist, um unsanierten Bestand in dichtverbauten (Gründerzeit-) Vierteln auf die Versorgung mit nachhaltiger Energie vorzubereiten. Des Weiteren hat das Pilotprojekt erwiesen, dass innovative Konzepte auch für die großflächige Wärmeversorgung im Bestand einsetzbar sind.

Gefördert wurde das Projekt über den Klima- und Energiefonds, der die Klimaziele Österreichs mit richtungsweisenden Strategien und Konzepten auf nationaler Ebene zu unterstützt. SMART BLOCK Geblergasse wurde mit dem Österreichischen Solarpreis 2020 der Vereinigung EUROSSOLAR AUSTRIA
ausgezeichnet.

(col)

Weitere Infos zu dem spannenden Projekt finden Sie hier:

https://www.energy-innovation-austria.at/article/die-stadt-als-energiespeicher/
https://www.klimafonds.gv.at/
https://www.bmk.gv.at/
https://www.oegut.at/de/news/2018/09/energiewende-erreicht-wiener-althausbestand.php

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