Baustart für großen Photovoltaik-Park in Neudau: 16 Fußballfelder Kollektoren machen die Sonne zu Strom. 7,5 Millionen Investment, Versorgung für 3.500 Haushalte. Das Kooperationsprojekt rechnet mit einer Inbetriebnahme bereits im Herbst 2022.

Im oststeirischen Neudau entsteht ab sofort einer der größten Photovoltaik-Parks der Steiermark. Auf einem rund 12 Hektar großen Areal entsteht eine Anlage, die bereits ab Herbst 2022 mit einer Leistung von 11 Megawatt jährlich über 12 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt. Damit werden über 3.500 Haushalte mit Erneuerbarer Energie versorgt, gleichzeitig jährlich 3.600 Tonnen CO2 eingespart. Die Energie Steiermark investiert gemeinsam mit dem Unternehmen Supernova rund 7,5 Millionen Euro in dieses Projekt, für das Grundstückseigentümer Alexander Kottulinsky die entsprechenden Flächen zur Verfügung gestellt hat.

„Die Planungen für das Projekt wurden bereits vor mehr als zwei Jahren gestartet, vor dem Hintergrund der aktuell dramatischen Lage auf den internationalen Energiemärkten zeigt sich, wie wichtig diese damalige Entscheidung war“, so Vorstandssprecher Christian Purrer. „Eine überaus positive Kooperation aller Beteiligten in der Region hat hier eine sehr rasche Realisierung möglich gemacht – das würden wir uns auch bei anderen Projekten wünschen, die einen wichtigen Beitrag zur Klimawende leisten. Derzeit haben wir uns landesweit rund 450 Hektar für ähnliche PV-Parks gesichert. Dabei ist eine agrarische Doppelnutzung, wie sie auch in Neudau umgesetzt wird, wichtig“.

„Wir haben allein im letzten Jahr 190 Millionen Euro für den Ausbau Erneuerbarer Energie aufgewendet, Photovoltaik ist ein überaus wichtiger Aspekt dabei. Unsere Sonnenstrom-Offensive sieht vor, dass wir in den kommenden Jahren rund 250 Millionen Euro in ähnliche Anlagen investieren – unser Ziel sind etwa 300 Megawatt Leistung. Damit könnten in Summe über 100.000 Haushalte ausschließlich über die Sonne versorgt werden“, so Vorstandsdirektor Martin Graf, „die Herausforderung für den Netzausbau ist jedoch enorm“.

Parallel zum Bau von Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen – wie beim Projekt in Neudau – setzt die Energie Steiermark alles daran, auch das Potential von vorhandenen Dachflächen umfassend zu nutzen, sowohl auf Privathäusern wie auf Flächen von Industrie- und Handelsbetrieben, ebenso in der Landwirtschaft; zuletzt bei einem Partnerprojekt mit Chocolatier Josef Zotter.

Frank Albert, Geschäftsführer Supernova freut sich über die partnerschaftliche Kooperation: „Supernova freut sich auf die Umsetzung des spannenden und zukunftsweisenden Projektes gemeinsam mit der Energie Steiermark. Unsere Gruppe investiert seit langem aktiv in Photovoltaik und wird bereits Ende 2023 Klima-positiv sein.“

Energie-Landesrätin Ursula Lackner: „Der Ausbau grüner Energiequellen – und damit auch das Projekt in Neudau – hat viele positive Auswirkungen: Einerseits reduzieren wir die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und steigern durch die Energieproduktion vor Ort die Versorgungssicherheit der Steirerinnen und Steirer. Andererseits stellen wir uns so dem Klimawandel und seinen Folgen entgegen. Beides sind wichtige und notwendige Schritte, wenn wir die Steiermark auch für unsere Kinder und Enkel lebenswert erhalten wollen.“

In der e5-Programm-Gemeinde Neudau findet das Projekt starken Zuspruch, denn immerhin wird die rd. 800 Haushalte große Gemeinde damit komplett energieautark. „Wir sind überzeugt, dass der Photovoltaik-Park eine äußerst zukunftsweisende Lösung für unsere Gemeinde ist. In Kombination mit schon anderen fertigen, in Bau befindlichen sowie fix geplanten Projekten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien in den Bereichen Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft wird mit dem PV-Park Neudau als mit Abstand größten Projekt ab Herbst 2022 dann insgesamt Erneuerbarer Strom für über 5.000 Haushalte erzeugt,“ ist der Bürgermeister von Neudau Wolfgang Dolesch sichtlich stolz über diese Entwicklung.

„Außerdem wird es bei diesem Projekt bei der nur punktuell versiegelten Fläche auch landwirtschaftliche Doppelnutzung geben, und da der Solarpark wenig einsichtig und entsprechend weit weg von Wohngebieten und Straßen liegt, ist auch der Eingriff ins Landschaftsbild gering,“ führt der Landtagsabgeordnete aus.

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