Die Redaktion der Austrian Roadmap 2050 selektiert von März bis Oktober drei Entscheidungsträger:innen, die laut ihrer Meinung Leistungen zeigen, die eine besondere Erwähnung wert sind. Unsere Leser*innen entscheiden einen Monat lang. Im November gelangen dann die Stimmenführenden in eine Abstimmung. Alle im Laufe des Jahres von der Redaktion Nominierten sowie die Topgereihten finden Sie in unserem Jahresheft der Infrastruktur wieder.

Österreich hat im Jänner und Februar schon einen guten Auftakt für das Jahr 2022 hingelegt. In der Infrastruktur zeigen sich wichtige Manager*innen als motivierende Entscheidungsträger*innen, die in eine innovative Zukunft Österreichs blicken.

Wer ist für Sie der/die Entscheidungsträger*in des Monats?

1. VERBUND Geschäftsführer Michael Strugl: 60 Mio. Euro für Europas längste Wasserstraße 

Geschäftsführer Michael Strugl © VERBUND AG

Die Donau und der Inn sollen bis 2027 von Rumänien bis Rosenheim für Fische passierbar werden. Um dieses Ziel umzusetzen, werden in Oberösterreich, Niederösterreich und Bayern bei fünf Kraftwerken Fischwanderhilfen gebaut. Nachhaltige Stromerzeugung und nachhaltige Artenvielfalt wird mit dem Projekt „Life Blue Belt Danube Inn“ miteinander vereint. Dieses Projekt nimmt menschliche Eingriffe in die Flussläufe zurück und verlorengegangene Habitate werden wieder erschaffen“, so der Geschäftsführer des VERBUND Michael Strugl.

Durch die Verbindung der Lebensräume werden die letzten Barrieren an Donau und Inn in Oberösterreich beseitigt und Zentraleuropas längste Wasserstraße ein verbundener Lebensraum, heißt es vom Stromproduzenten VERBUND. Das Ökologie-Ziel des Projektes ist die Verbesserung des Erhaltungszustandes der gefährdeten Flussfische insbesondere der Mittelstreckenwanderer auf lokaler und regionaler Ebene. Vernetzung von bislang isolierten Lebensräumen entlang der Donau und eine Aufwertung bestehender Ufer wird die Vielfalt und Anzahl aller Arten fördern. Der großräumige Ansatz wird auch die Verbreitung derzeit noch stark verstreuter Arten von Wasserlebewesen verbessern. Das LIFE Programm der Europäischen Kommission ist das zentrale Finanzierungsinstrument für Maßnahmen zum Umweltschutz und dem Schutz der Artenvielfalt.

VERBUND konnte bereits in zahlreichen Partner-Projekten mit Unterstützung aus dem LIFE-Fonds großflächige Projekte und richtungsweisende Maßnahmen im Nahbereich der Kraftwerke umsetzen. Dank der Unterstützung ist es VERBUND als Projektwerber möglich, bestehende Projekte zu vernetzen und den ökologischen Mehrwert an Inn und Donau zu steigern.

2. HENN Connector Group CEO Martin Ohneberg vereint Mut mit Entrepreneurship

CEO Martin Ohneberg © Henn Group

Die HENN Connector Group, ein global agierendes Unternehmen für innovative Verbindungstechnologie, ist das Ergebnis einer konsequenten Wachstumsstrategie. Vor 10 Jahren hat Eigentümer und CEO Martin Ohneberg das Vorarlberger Unternehmen HENN mit 25 Mitarbeitenden übernommen und zu einem internationalen Player mit heute 460 Mitarbeitenden ausgebaut. Im Jahr 2021 gelang es Ohneberg und seinem Team durch Akquisitionen in Deutschland, USA und China die HENN Group an die internationale Branchenspitze zu führen.Der Fokus der HENN Connector Group liegt auf den Anwendungsbereichen Mobilität, Automation und Anlagenbau, Food & Beverage, Lasertechnologie, Medizintechnik und im Thermomanagement. 2022 starten Entwicklungen im Bereich der Luftfahrt und Gebäude-Technologie. 2021 war für die HENN Connector Group ein entscheidendes Jahr. Trotz weltweiter Einschränkungen durch die Pandemie (Rohstoffmangel, Preissteigerungen und überlastete Lieferketten) konnte die HENN Connector Group ihre hoch gesteckten Wachstumsziele erreichen. Der Umsatz wurde von 85,9 Mio Euro um 45 Prozent auf 124,8 Mio Euro überdurchschnittlich stark gesteigert.

Die Herausforderungen, die dadurch entstehen, nimmt Martin Ohneberg gerne an: „Was mich antreibt, ist der gemeinsame Erfolg mit den Mitarbeitenden. Die HENN Connector Group lebt eine Unternehmenskultur, die sich von unserem Headquarter in Dornbirn aus über alle Standorte durchzieht – von den USA über Stuttgart bis nach China. Das ist ein wesentlicher Teil unseres Erfolgs. Als internationales Industrieunternehmen können wir den Mitarbeitenden noch mehr in Richtung beruflicher Weiterentwicklung und internationaler Erfahrung bieten.“ Auch die HENN Connector Group soll sich als „great place to work“ auszeichnen.

3. MINTality Stiftung Initiatorin Maria Theresia Niss: „Wenn du dabei sein willst, die Welt zu erobern, trau dir einen technischen Beruf zu“

Initiatorin Maria Theresia Niss © MINTality Stiftung

Mit diesem Motto rief das Vorstandsmitglied der Mitterbauer Beteiligungs-AG Maria Theresia Niss die MINTality Stiftung ins Leben und möchte damit Fachkräftepotential fördern und Frauenkarrieren in technischen Berufen stärken. Denn Wirtschaft und Gesellschaft stehen zwei großen Transformationen gegenüber, der ‚grünen‘ sowie der digitalen Transformation. Ob dieser doppelte Wandel erfolgreich gelingt, hängt davon ab, ob Österreich über genügend engagierte Techniktalente verfügt, die unsere Zukunft aktiv mitgestalten wollen.

Gerade der MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) bietet hervorragende Jobmöglichkeiten, sehr gute Bezahlung, spannende Karriereperspektiven und vieles mehr. Dem gegenüber steht ein immer noch zu geringes Interesse vieler Mädchen und Frauen für technische Ausbildungen und Berufe. Lediglich ein Viertel aller hochqualifizierten Wissenschafts- und Technikjobs sind in Österreich durch Frauen besetzt. Kräftig gegensteuern und einen Beitrag gegen den massiven Fachkräftemangel leisten will die Stiftung „MINTality“. Zwar wird jetzt schon viel darüber geredet, allerdings tut sich immer noch zu wenig. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Industrie will die Initiatorin der Stiftung, Maria Theresia Niss, daher in den nächsten Jahren konkrete Projekte, Maßnahmen und Karriereplanungen für Frauen in technischen Berufen umsetzen: „Die Vorbereitungen für die MINTality-Stiftung laufen seit mehr als einem Jahr und ich freue mich, dass ich viele wichtige Gründungspartner an Bord holen konnte – die Initiative kommt aus der Wirtschaft und ist für die Wirtschaft. Mit einem Stiftungsvolumen von über 1,2 Mio. Euro jährlich bin ich überzeugt, dass wir ganz konkrete Projekte umsetzen können und somit nicht nur ein Think-Tank, sondern auch ein Do-Tank sind. Die Stiftung soll Lösungen aufzeigen, um konkret den Fachkräftemangel zu bekämpfen, Teams diverser zu machen, Frauen spannende Karrieren in technischen Berufen zu ermöglichen und Frauen finanziell unabhängiger zu machen.“

Gründungsmitglieder der neu gegründeten MINTality-Stiftung sind Fronius, Miba AG, KNAPP AG, Magna International Europe Group, Oberbank, Greiner, TGW Logistics Group, Umdasch Group Foundation, A1 Telekom Austria AG, Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer Österreich und die Innovationsstiftung für Bildung.

(01.03.2022, Sandra Beck)

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