IOT für „Dritte Orte“ in der Infrastruktur: Aufzughelden auf neuer Mission

Simon Vestner entstammt einer Aufzug-Familie. Seit den 1930er-Jahren mischt das gleichnamige Familienunternehmen am Markt mit. Mit Digital Spine und der Marke Aufzughelden bietet Simon Vestner digitale Lösungen an, die Aufzüge für Nutzer und Betreiber effizienter – auch kostenseitig – produzieren.

Mit Goldbeck gewann Aufzugshelden einen wichtigen strategischen Investor für das Ziel, Aufzughelden zur führenden Lösung für digitales Aufzug- und Gebäudemanagement aufzubauen und Immobilien in eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Zukunft zu führen. Jetzt will Aufzughelden den Markt der Dritten Orte, also Shopping Malls, ÖPNV-Hubs, Flughäfen und öffentliche Gebäude mit Hochfrequenzen ansprechen. Die Austrian Roadmap 2050 im Gespräch mit CEO und Founder Simon Vestner:

Austrian Roadmap 2050: Sie selbst haben Wien als ständigen Wohnort gewählt. Gibt es Unterschiede in den Wünschen der österreichischen Klientel gegenüber jener in Deutschland?

Simon Vestner: Nein, hier gibt es keine Unterschiede im ganzen DACH Raum. Jeder Kunde will durch Daten, welche auf traditionelle Art und Weise nicht zur Verfügung stehen, seinem Kunden ein besseres Erlebnis bieten. Wir bei Aufzughelden liefern durch die direkte Verbindung mit der Aufzugsteuerung die meisten Daten in der jungen IOT Branche. Dies verstehen die Kunden sehr schnell, dass durch reine Sensoren bei Weitem nicht so genau und schnell gearbeitet werden kann, wie dies mit einer direkten Verbindung zur Steuerung möglich ist. Die nächsten Schritte der Kunden gehen in die Richtung des smart buildings und in die Nutzung von ADV (autonomous driving vehicles) im Gebäude. Beides ist durch Nutzung der Aufzughelden Box sofort möglich!

ARM2050: Warum ist der Effekt der digitalen „Prediction“ ihrer Software gerade an hochfrequenten Orten wie Shopping Malls und Bahnhöfen gefragt?

SV: Gerade hier ist es extrem wichtig, dass es zu keinen Ausfällen bei den Aufzügen kommt. Wartungen und Reparaturen müssen sehr häufig zu Zeiten durchgeführt werden, wenn die Shopping Mall nicht geöffnet ist. Heutzutage kommt es dann auch noch sehr schnell über die sozialen Medien zu negativen Kommentaren, wenn bestimmte Ersatzteile nicht schnell verfügbar sind oder die erste Diagnose eventuell falsch war. Die Software und die Algorithmen dahinter geben uns die Sicherheit es zu Wissen und nicht wie häufig bei Sensoren der Fall zu raten, was es sein könnte. Damit wird auf jeden Fall sichergestellt, dass die Aufzüge weniger Ausfälle haben.

ARM2050: Wie ist die Interaktion zwischen Aufzughelden und den Systempartnern der Immobilien?

SV: Sehr gut. Wir sind in regelmäßigen Austausch, damit man auf der einen Seite die Aufzughelden Plattform verwenden kann und die richtigen Informationen hier generiert. Auf der anderen Seite ist uns der persönliche Kontakt in einer digitalen Welt sehr wichtig, weil wir der Überzeugung sind, dass am Ende des Tages immer Menschen die Entscheidungen treffen sollten. Die Künstliche Intelligenz oder Smart Data wird uns nur dabei unterstützen, dass wir unsere Arbeit noch besser machen können also heute!

ARM2050: Digital Spine und Aufzughelden sind „Kinder der Digitalisierung“ – was dürfen wir uns in Zukunft von Aufzügen und deren Betrieb erwarten, was das digitale Wesen der Kabinen betrifft?

SV: Dies entscheiden am Ende des Tages gar nicht wir selbst, sondern der Kunde wird uns die Richtung vorgeben. Mit Digital Spine haben wir eine InnovationsPlattform, welche in alle Richtungen im Gebäude genutzt werden kann. Ausschließlich vernetzte Lösungen werden eine Zukunft in der Digitalisierung haben. Insellösungen werden wieder vom Markt verschwinden. Wir selbst sehen den Aufzug als Tor zum digitalen Gebäude und haben durch unseren technologischen Vorsprung die Möglichkeit viele Herausforderungen der Kunden durch Software lösen zu können. Darauf freuen wir uns schon sehr!

Willkommen in der Zukunft. 
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