ASFINAG: Kampagne für mehr Arbeitssicherheit auf unseren Autobahnen und Schnellstraßen.

2020 ereigneten sich auf Österreichs hochrangigen Straßen neun Unfälle, bei denen ASFINAG Mitarbeitende zu Schaden gekommen sind. Insgesamt verzeichnete das Unternehmen im Zuge des täglichen Autobahnbetriebes im Vorjahr 29 Unfälle mit ASFINAG Beteiligung. Und auch heuer passierten im ersten Halbjahr bereits vier fremdverschuldete Unfälle bei Service-Arbeiten unter Verkehr. Jedes Jahr werden rund 20 Warnleiteinrichtungen und Anpralldämpfer von Lenkerinnen und Lenkern „erwischt“, weil diese eine Baustellenabsperrung oder eine Absicherung durch ein ASFINAG Fahrzeug „übersehen“. „Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Sowohl für unsere Kundinnen und Kunden, als auch für unsere Mitarbeitenden“, sagt Hartwig Hufnagl, ASFINAG Vorstand. „Mit einer Vielzahl an Maßnahmen achten wir darauf, dass die Arbeiten auf der Strecke so sicher wie möglich erfolgen können. Aber eines ist leider klar, die besten Sicherheitsvorkehrungen und Systeme sind sinnlos, wenn die Menschen hinter dem Steuer abgelenkt oder unaufmerksam sind. Wir setzen daher jetzt auf eine sehr emotionale Kampagne zur Bewusstseinsbildung. Weil wir davon überzeugt sind, dass wir den Arbeitsplatz Autobahn nur gemeinsam noch sicherer machen können.“

Auf dem mehr als 2.200 Kilometer langen Autobahnen- und Schnellstraßen-Netz werden jedes Jahr rund 10.000 Tagesbaustellen und mehr als 300 längerfristige Bauarbeiten durch externe Aufragnehmer abgewickelt. Im Vorjahr passierten auf diesen insgesamt etwa 10.300 Baustellen 142 fremdverschuldete Unfälle durch Pkw- oder Lkw-Lenkende. Unfallursache im Großteil der Fälle: Unachtsamkeit und Ablenkung. ASFINAG Vorstand Josef Fiala: „Jedes Jahr investieren wir rund 500 Millionen Euro in Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit. Das ist der Grund, warum die Tunnel und die Autobahnen der ASFINAG zu den sichersten in Europa zählen. Wir wollen aber auch, dass die Menschen „hinter den Autobahnkulissen“ sicher sind. Daher setzen wir bereits seit vielen Jahren auf Innovationen, die vor allem die tägliche Arbeit unserer Teams auf der Strecke vereinfachen und damit sicherer machen sollen. Unsere aktuelle Kampagne für mehr Arbeitssicherheit ist ein weiterer Schritt um zu zeigen, dass funktionierende Verkehrssicherheit Teamwork ist.“

Zur Bewusstseinsbildung, dass bei allen Arbeiten auf der Autobahn Menschen im Einsatz sind, startet die ASFINAG ab sofort eine umfassende Kampagne mit dem Titel „Meine Mama/mein Papa arbeitet für dich – Danke, dass du aufpasst“. Die „Botschafter“ dahinter: Kinder von ASFINAG Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Kampagne

Ziel der einen Monat laufenden Kampagne der ASFINAG ist es, das Bewusstsein der Verkehrs-teilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu schärfen, dass hinter allen Tätigkeiten die auf den Autobahnen und Schnellstraßen abgewickelt werden, Menschen stehen. Dabei setzt die ASFINAG bewusst auf eine starke Bildsprache. Diese Kampagne soll positive Gefühle erzeugen, nicht belehren. Erreicht wird das mittels Plakaten entlang des gesamten Streckennetzes – mit Kindern von ASFINAG Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Slogan: „Meine Mama/mein Papa arbeitet für dich – Danke, dass du aufpasst“. Infos dazu unter: https://www.asfinag.at/arbeitssicherheit. Weiters setzt die ASFINAG auf Radiospots, Banner auf reichweitenstarken Online-Plattformen sowie Beiträge in den sozialen Netzwerken.

Arbeitsplatz Autobahn

Zu den jährlichen rund 10.000 Tagesbaustellen der ASFINAG zählen unter anderem Grünschnitt, Kleinflächensanierungen oder auch Wartungsarbeiten im Freiland oder den Tunnels. Ebenfalls direkt auf der Strecke erfolgen Tätigkeiten wie Unfallabsicherungen oder Maut- und Vignettenkontrollen. Insgesamt sorgen damit täglich rund 1.000 ASFINAG Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen reibungslosen Autobahnbetrieb auf dem mehr als 2.200 Kilometer langen Streckennetz. Dazu gehören in erster Linie die Teams des Service- und Kontrollmanagements Maut/Vignettenkontrollen), die mehr als 40 Autobahnmeistereien sowie die Traffic Manager und die Mitarbeitenden des Erhaltungsmanagements für Tunnel und Freiland.

Trotz modernster Absicherungen und elektronischer Vorankündigungen kommt es immer wieder zu Unfällen mit ASFINAG Beteiligung. Alleine im Vorjahr – und das trotz des Lockdown-bedingt verringertem Verkehrsaufkommens – waren es insgesamt 29 Unfälle. Bei neun davon waren Mitarbeitende direkt verwickelt und damit Leidtragende. 2021 verzeichnet die ASFINAG im ersten Halbjahr bereits vier fremdverschuldete Unfälle. Drei Mitarbeitende des Unternehmens wurden dabei schwer verletzt.

Unfallursache Nr. 1: Ablenkung und Unachtsamkeit

Ablenkung – und damit auch Unachtsamkeit – ist vor Übermüdung, zu hohem Tempo und zu wenig Abstand immer noch Unfallursache Nummer Eins auf Autobahnen. Dabei klar auf dem Vormarsch: Fotos oder Videos mit dem eigenen Smartphone.

Maßnahmen für mehr Arbeitssicherheit auf der Strecke

Bereits seit vielen Jahren optimiert die ASFINAG laufend die Sicherheitsvorkehrungen für Arbeiten unter Verkehr. Dabei wird das Unfallgeschehen jedes auffälligen Abschnittes genau untersucht und dementsprechende Optimierungen zum Schutz der Mitarbeitenden evaluiert und umgesetzt. Auch „externe“ Baustellen durch Auftragnehmer werden laufend überprüft. Zusätzlich setzt die ASFINAG laufend auf Neuerungen und Innovationen, um den Arbeitsplatz Autobahn sicherer zu machen. Im Zentrum dieser Überlegungen beim Einsatz von Innovationen steht: Je weniger die ASFINAG Mitarbeitenden direkt auf der Fahrbahn stehen oder gehen, umso geringer fällt das Risiko eines Unfalls aus. Hinter vielen Neuerungen, die die ASFINAG vor allem im Ablauf der Tätigkeiten der Autobahnmeistereien umsetzt, stehen Ideen aus den eigenen Reihen.

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