91 Prozent spüren die Klimakrise zunehmend selbst und ein Großteil zeigt sich besorgt über Auswirkungen der Erderhitzung auf Gesundheit und heimische Wirtschaft

Eine im Auftrag von Greenpeace durchgeführte repräsentative Umfrage zeigt die starke Zustimmung der ÖsterreicherInnen zum Klimaschutz, auch in Zeiten der Corona- und Wirtschaftskrise. So machen 84 Prozent der Befragten klar, dass zum Wiederaufbau der Wirtschaft eingesetztes Steuergeld immer auch dazu beitragen soll, die Klimakrise zu bekämpfen. Für drei Viertel der ÖsterreicherInnen ist klar, dass Hilfspakete vorrangig an Unternehmen gehen sollen, die in ihrem Bereich zur Verringerung des CO2-Ausstoßes beitragen. Dabei zeigt sich, dass ÖsterreicherInnen in Krisenzeiten von der Regierung nicht nur ökologische sondern auch soziale Lösungen fordern: Null Toleranz zeigen die Befragten für Unternehmen, die Hilfszahlungen vom Staat erhalten und sich nicht an faire Arbeitsrahmenbedingungen halten. 90 Prozent halten das für ein No-Go.

“Die Umfrage zeigt deutlich: Den ÖsterreicherInnen ist der Klimaschutz auch in Krisenzeiten ein zentrales Anliegen. Milliarden unseres Steuergeldes in fossile, klimaschädliche Industrien zu pumpen, wird nicht mehr akzeptiert. Die kommenden Konjunkturpakete müssen in nachhaltige und klimafreundliche Bereiche wie öffentlichen Verkehr und den Ausbau von erneuerbaren Energien fließen”, appelliert Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace. Trotz der Verhandlungen rund um die Konjunkturpakete wird auch die Relevanz einer längst ausständigen ökosozialen Steuerreform nicht gemindert. 84 Prozent der ÖsterreicherInnen sind überzeugt, dass es eine Steuerreform braucht, die das Klima schützt, während sie die Menschen entlastet. “Die Menschen nehmen dabei richtigerweise die Regierung in die Verantwortung: 93 Prozent der ÖsterreicherInnen fordern von der Politik Rahmenbedingungen, die klimafreundliches Verhalten einfach und kostengünstig machen”, hält Duregger fest.

Eine klare Absage wird der bedingungslosen Rettung des Klimakillers Flugverkehr erteilt. 85 Prozent zeigen sich zustimmend, dass staatliche Hilfen für Fluggesellschaften an stärkere Klimaschutzbedingungen geknüpft sein müssen. Fluglinien bedingungslos zu retten ist für die meisten ÖsterreicherInnen nicht mehr denkbar. “Das Flugzeug ist einer der Klimakiller schlechthin. Dabei wäre vor allem der Verkehr auf den klimaschädlichen Kurzstrecken leicht auf die Schiene zu verlagern. Die Politik muss dafür sorgen, dass Steuermilliarden nicht auf Nimmer-Wiedersehen in maroden Fluglinien versenkt werden. Sie muss sich das Geld wieder zurückholen, indem auch Fluglinien endlich ordentlich Steuern zahlen. Zusätzlich muss die Regierung sicherstellen, dass nur dann Geld fließt, wenn die Fluglinien einen klaren Fahrplan vorlegen, wie sie bis 2040 klimaneutral werden”, so Duregger.

Die Zustimmung zur Begrünung der Konjunkturpakete verwundern nicht, angesicht der Tatsache, dass Österreich überdurchschnittlich von der Klimakrise betroffen ist. So ist die Durchschnittstemperatur in Österreich seit Beginn der Aufzeichnungen bereits um rund 2 Grad gestiegen und 91 Prozent der ÖsterreicherInnen geben in der aktuellen Greenpeace-Befragung an, dass sie die Folgen der Klimakrise auch selbst immer deutlicher spüren. Dabei befürchten rund 85 Prozent die drohende gesundheitliche Gefahr durch zunehmende Hitzewellen, zudem sorgen sich 80 Prozent um Schäden durch die Klimakrise in wirtschaftliche Sektoren wie Landwirtschaft und Tourismus.

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